Berichte von 04/2016

Vorbereitung auf das Abenteuer

01April2016

Hallo zusammen! smile

Die letzten Vorbereitungen laufen, am Samstag (02.04.2016) geht die Reise los!

Ich kann sagen, dass ich mich durchaus gut vorbereitet fühle. Das einzig Fehlende, die Kreditkarte, ist nun auch endlich angekommen. Außerdem habe ich schon ein paar britische Pfund getauscht, um direkt bei Ankunft liquide zu sein, da ich sicher nach einer dreizehnstündigen Reise andere Bedürfnisse haben werde, als erst einmal Geld zu tauschen.

Meine wichtigsten Dokumente, wie Ausweis oder Impfpass, sind auch soweit beisammen und die Koffer sind bis auf letzte Kleinigkeiten gepackt.

Heute habe ich mit Marvin, einem Freund aus der Berufsschule, mit dem ich gemeinsam in meinem Auto nach Wales fahre, den Kofferraum probeweise beladen. Er ist zwar sehr voll, aber es passt alles! Ein wahres Raumwunder, dieser kleine VW Up!

Die Fähre haben wir auch gebucht – sie geht von Calais nach Dover. Allerdings schon um 10.55 Uhr, weshalb ich Marvin um vier Uhr morgens abholen werde. Eine kurze Nacht, aber dafür werden wir voraussichtlich um 16 Uhr in unserem „neuen Zuhause“ ankommen, sodass wir noch etwas vom Tag haben werden. smile

Zum Schluss noch etwas aus der emotionalen Ecke: Ich bin zwar auf der einen Seite etwas traurig, Familie und Freunde in den nächsten drei Monaten nicht sehen zu können, freue mich aber auch riesig auf meine Zeit im fremden Land! Ich gehe davon aus, dass ich viele Erfahrungen sammeln, neue Leute kennenlernen und mein Englisch verbessern werde.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Blogbeitrag. wink

Die ersten zwei Wochen – WOW!

19April2016

Hallo zusammen! smile

Um meine ersten zwei Wochen mit einem Wort zu beschreiben: Wow! Ich habe schon so viel erlebt und tolle Menschen kennenlernen dürfen, das ist unglaublich!

Aber fange ich am besten vorne an: Ich wohne in einem Studentenwohnheim in Wrexham, im Norden von Wales. Die Stadt ist eine ehemalige Industriestadt und sieht auch dementsprechend aus – es ist nicht besonders schön, aber es lässt sich hier gut leben. Zumal das Wohnheim sehr zentral liegt und alle benötigten Läden für die täglichen Konsumgüter nur fünf Minuten entfernt sind. Das Studentenwohnheim wurde 2011 erbaut und ist somit, meiner Vermutung nach, das modernste Gebäude der Stadt! Es liegt direkt neben dem Stadion des lokalen Fußballvereins „AFC Wrexham“ – ich muss zugeben, eine tolle Location hier. Ich lebe mit sechs weiteren Studenten auf einer Etage im Wohnheim. Die Gemeinschaftsküche teilen wir uns also zu siebt. Das ist gut, so hat man immer Unterhaltung und kann auch mal gemeinsam kochen. laughing

Nun zu den vergangen zwei Wochen:

Die erste Woche habe ich mit anderen Austauschschülern aus meiner Berufsschulklasse einen Sprachkurs an der „Mulberry School of English“ absolviert. Unser Lehrer, Cally, war super nett und sehr engagiert, uns neben den Redewendungen des Alltags (ohne die man hier nur schwierig überleben kann…) auch direkt britische Traditionen und die besten Pubs der Stadt näherzubringen.

Seit der zweiten Woche arbeite ich in meinem Praktikumsplatz als „Outdoor Education Trainer“. Was genau es dabei auf sich hat, werde ich aber in einem anderen Blogbeitrag erläutern.

Nun zum eigentlichen Highlight: Ich war viel unterwegs und eine Pub-Geschichte möchte ich euch auf keinen Fall vorenthalten: Samstagabend, 09. April 2016. Meine Freunde und ich haben die Idee, ein Bierchen in einem der vielen Pubs zu trinken. Nach einer Weile kommen wir mit einigen Walisern unserer Altersgruppe ins Gespräch. Wie es nunmal so ist, spielt auch das Thema „Fußball“ und der FC Liverpool eine Rolle. Ich erwähne, dass ich alles versucht habe um an Tickets für ein Heimspiel der „Reds“ zu bekommen, allerdings alle Spiele bis zum Saisonende restlos ausverkauft sind. Einer der Waliser, Richard, sagt, dass seine Familie mehrere Dauerkarten habe und er sich ja bei mir melden könnte, sobald eine Karte mal „übrig“ sei. Ich mache mir zwar nicht allzu viele Hoffnungen, wir tauschen aber trotzdem Handynummern aus.

Einige Bierchen später geht es dann nach Hause. Als ich am nächsten Morgen aufwache und die Neuigkeiten auf meinem Smartphone checke, kann ich es gar nicht glauben: Richard hat mir geschrieben, dass er seine Karte für das Spiel gegen Stoke City an mich abtreten würde. Das Spiel findet am selben Tag statt, und so kommt es, dass ich einige Stunden später mit Richards Vater im Auto sitze, auf dem Weg ins circa 70 Kilometer entfernte Liverpool.

Richards Vater Brian erzählt mir, dass er während seines Studiums ein Semester in Deutschland verbracht hat. Er ist sehr interessiert und wir unterhalten uns sehr ausführlich.

Im Stadion angekommen dann die größte Überraschung: mein Sitzplatz befindet sich circa fünf Reihen hinter den Auswechselspielern. Ein phänomenaler Platz in einem super Stadion mit grandioser Atmosphäre. Liverpool gewinnt 4:1. Meine Erwartungen sind weit übertroffen.

Ein Foto von mir im Anfield, dem Stadion eines der traditionsreichsten Fußballclubs der Welt, dem FC Liverpool

Für einen fußballbegeisterten Menschen wie mich war dieses Erlebnis die Erfüllung eines Traums, ermöglicht durch die offenherzige, gastfreundliche Art der Briten!